SVLG Gaildorf

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Aktuelles

In einer schwierigen Zeit auf dem richtigen Weg

19.11.2020
Die Urkunde bestätigt, dass das SvLG im digitalen Bereich besonders gut aufgestellt ist.
Die Urkunde bestätigt, dass das SvLG im digitalen Bereich besonders gut aufgestellt ist.

Mit freundlicher Genehmigung der Gaildorfer Rundschau

 

Kaum ein Jahr ist geeigneter, den Stellenwert von digital zeitgemäß ausgestatteten Schulen und entsprechend qualifizierten Lehrern darzustellen, als das laufende. Die Corona-Pandemie hat den Präsenzunterricht im Frühjahr
binnen weniger Wochen bundesweit zum Erliegen gebracht, und auch in diesem Lockdown Light-November, dem wohl ein ebensolcher Dezember folgen wird, ist eine erneute Schulschließung noch nicht gänzlich vom Tisch.

Nun kann man auch unter solch extremen Bedingungen nicht einfach wochenlang den Unterricht aussetzen. Der versäumte Stoff könnte kaum nachgeholt werden, die Kinder und Jugendlichen verpassten wesentliche Inhalte, bauten Rückstände auf – die Langzeitfolgen wären für eine ganze Generation fatal.

Die Lösung heißt, wie in vielen Lebensbereichen, Digitalisierung. Dabei genügt es nicht, das Schulheft gegen ein Tablet, die Tafel gegen einen Bildschirm einzutauschen. Es muss vielmehr ein ganzheitliches pädagogisches Konzept hinterlegt werden, das Lehrkräfte und Schüler gleichermaßen im Umgang mit den neuen Medien mitnimmt. Gelingt diese Transformation, hat auch das viel zitierte „Homeschooling“, also der dezentrale Unterricht zu Hause, eine Chance.

Das Schenk-von-LimpurgGymnasium in Gaildorf ist in diesen Punkten auf dem richtigen Weg: Das wurde nun sozusagen von offizieller Stelle bestätigt. Denn als eine von 41 Schulen in Baden-Württemberg hat sie nun die Auszeichnung „Digitale Schule“ erhalten, die von der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ (siehe Infokasten) ins Leben gerufen wurde. „Für die Vergabe wurden 14 Kriterien aufgestellt, von denen mindestens zehn erfüllt werden müssen“, erklärt Schulleiterin Angela Rücker. Beispielhaft fürs Gaildorfer Gymnasium nennt sie die Implementierung von digitalem Lernen ins Medien-Curriculum der Schule sowie den Qualifizierungsstand der Lehrkräfte. Diese und weitere Punkte führten zum Erfolg in Form einer Einladung zur coronabedingt virtuellen Preisverleihung am 13. November.
Dabei waren die ausgezeichneten Schulen via Zoom zugeschaltet und verfolgten die Prämierung online. „Dort wurden zahlreiche Projekte vorgestellt“, berichtet Rücker. „Natürlich konnten längst nicht alle Schulen zu Wort kommen, das war wegen ihrer großen Zahl nicht möglich.“

Der Freude am Gaildorfer Gymnasium tut das freilich keinen Abbruch: Eine Plakette soll schon bald an prominenter Stelle auf die Auszeichnung hinweisen. Noch hängt sie nicht, was auch an den derzeit laufenden Renovierungsarbeiten liegt. Zudem gibt es ein digitales Sigel, das demnächst die Schulhomepage schmücken wird.

Flankiert werden all diese Bemühungen darüber hinaus vom groß angelegten Digitalisierungsprojekt in Gaildorf, das in Kooperation aller Gaildorfer Schulen, der IT-Firma Bechtle und der Stadtverwaltung sowie gefördert von Familie Schick aufgesetzt wurde (wir berichteten).

Neben der Auszeichnung als „Digitale Schule“ wurden bei der Preisverleihung auch 86 baden-württembergische Bildungseinrichtungen als „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – und ist all jenen Schulen vorbehalten, die in diesen Bereichen Vorbildliches leisten. Das Schenk-von-Limpurg-Gymnasium trägt auch diesen Titel bereits. „Wir werden mittel- und langfristig einen weiter steigenden Bedarf an MINT-Fachkräften erleben“, sagt Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Arbeitgeber Baden-Württemberg und von Südwestmetall. „Die Demografie und die digitale Transformation sind dabei die entscheidenden Treiber. Deswegen ist die herausragende Arbeit der ,MINT-freundlichen
Schulen’ und die Vergrößerung des Netzwerks weiterhin von enormer Bedeutung.“