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Anmeldeschluss ist der 24.11.17 (Sekretariat Gymnasium) (Chinesisch-AG: Freitag nachmittag)

Austauschschüler aus Gaildorf und der Schulgemeinschaft der King'ori Secondary School vor der "Wall of Friendship".

Austausch mit Tansania Teil 3: Freundschaft farbig besiegelt

 

 von Rebecca Gschwendtner. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Gaildorfer Rundschau

 

Eine Delegation des Schenk-von-Limpurg Gymnasiums Gaildorf ist nach Tansania gereist. Bei ihrem Gegenbesuch in der King’ori Secondary School hat sie Bleibendes geschaffen.

 

Am Anfang stand eine verrückt anmutende Idee: Wie wäre es denn, wenn wir eine der unscheinbaren Wände bunt anmalen würden? Würde solch eine farbige Wand nicht viel mehr die Freundschaft unserer Schulen symbolisieren als ein materielles Geschenk? Würde dadurch nicht etwas Bleibendes geschaffen? Aus dieser Idee wurde dann ein gemeinsames Projekt der Austauschschüler aus Gaildorf und der Schulgemeinschaft der King’ori Secondary School. Gefördert wurde dieses Projekt neben der Bürgerstiftung Gaildorf, auch aus Mitteln der Partnerschulinitiative (PASCH) des Auswärtigen Amtes bzw. des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz großzügig gefördert. Hierfür nochmals herzlichen Dank. ...

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Am Anfang stand eine verrückt anmutende Idee: Wie wäre es denn, wenn wir eine der unscheinbaren Wände bunt anmalen würden? Würde solch eine farbige Wand nicht viel mehr die Freundschaft unserer Schulen symbolisieren als ein materielles Geschenk? Würde dadurch nicht etwas Bleibendes geschaffen? Aus dieser Idee wurde dann ein gemeinsames Projekt der Austauschschüler aus Gaildorf und der Schulgemeinschaft der King’ori Secondary School. Gefördert wurde dieses Projekt neben der Bürgerstiftung Gaildorf, auch aus Mitteln der Partnerschulinitiative (PASCH) des Auswärtigen Amtes bzw. des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz großzügig gefördert. Hierfür nochmals herzlichen Dank.

Die Malaktion sollte Teil des Schulgeschenks unseres Gymnasiums sein, außerdem bekam die Secondary School einen Laptop zur allgemeinen Nutzung von uns.

Anfangs war die Aktion ein Geheimnis, doch von allen eingeweihten Lehrern und dem Schulleiter erfuhren wir direkt viel Zuspruch. Dementsprechend viele neugierige Zuschauer versammelten sich zu Beginn der Arbeiten vor der Wand des 'Evening-Class' Klassenzimmer direkt neben den Schlafsälen der Schülerinnen.

Not macht erfinderisch

Zu erst musste die ausgewählte Wand, die direkt am Eingang des Schulgeländes schon von weitem zu sehen ist, mit Schleifpapier angerauht werden. Tatkräftig halfen die tansanischen Schülerinnen und Schüler mit. Man ist hierbei sehr erfinderisch: Wenn mal kein Schleifpapier greifbar war, wurden eben Glasscherben, ausrangierte Zirkel oder Metallstücke benutzt. Als das getan war, wurde eine erste Lage weiße Grundierfarbe aufgetragen, was mit der Hilfe eines Lehrers, der während seines Studiums als Maler gearbeitet hatte, relativ schnell vor sich ging. Die Farbe und Pinsel sowie Walzen hatten wir zuvor in Arusha in einem Malereigeschäft besorgt, was sich allerdings als nicht so einfach wie vorgestellt herausstellte. Neben der Tatsache, dass unsere Übersetzenden, wie erstaunlich viele Tansanier, farbenblind waren, waren einige Farben, die wir verwenden wollten gar nicht vorrätig. Man hat eben nur was man regelmäßig braucht und wie oft kommen schon so "verrückte" Deutsche vorbei, die ein buntes Bild an die sonst sehr eintönigen Wände malen wollen? Letztendlich haben wir nach einigen Diskussionen allerdings doch großteils bekommen, was wir suchten und wenn nunmal kein Schwarz mehr vorrätig ist, weiß man sich spontan mit zerriebener Kohle und grauer Farbe zu helfen.

Hunderte von Handabdrücken

Als die 3 Schichten weißer Farbe im Laufe des Tages getrocknet waren, begannen wir am nächsten Tag mit dem farbenfrohen Teil. Die Grundidee beinhaltete zwei Hände - eine deutsche und eine tansanische - die sich ineinander halten und ringsherum ein Himmel in Regenbogenfarben sowie eine Wiese mit Blumen und verschiedenen Tieren. Allerdings wollten wir nicht alles selbst machen, sondern alle Schüler mit einbeziehen. Also baten wir der Reihe nach eine Klasse nach der anderen zur Wand, um mit den Händen Abdrücke an die Wand zu machen und am Ende des Tages hatten wir mit Hilfe von allen (über 500 Schüler und ca. 20 Lehrer) die ganze Wand in bunter Farbe bemalt. Man konnte den Fortschritt den ganzen Tag über beobachten, was einige Eltern, die an diesem Tag zum Elternabend bzw. Elternsprechtag gekommen waren, auch taten. Die anfangs verwunderten Blicke wurden nach ein paar Stunden Arbeit zu Lob und Glückwünschen, was uns allen immer wieder neuen Elan verlieh. An unserem letzten Schultag, dem Montag, starteten wir dann schon früh damit Blumen, eine Giraffe, einen Affen, Fledermäuse und viele andere witzige Tiere an die Wand zu malen. Hierbei halfen ein paar talentierte Schüler der Secondary School mit und verliehen dem ganzen mit Fantasieblumen und -tieren noch einen neuen Touch. Am Ende des Schultages waren wir zwar geschafft, aber sehr stolz und zufrieden. Mehrere Tage Arbeit hatten sich gelohnt und können sich sehen lassen; die Botschaft von Freundschaft und Gemeinschaft kommt auf alle Fälle zur Geltung. Auch die Grundidee, etwas großes Ganzes mit der Hilfe von vielen Leuten, die alle individuell im Bild erkennbar bleiben, zu schaffen, ist gut umgesetzt worden und somit die Freundschaft zwischen dem SvLG und der King'ori Secondary School besiegelt. Mit diesen tollen Eindrücken endeten unsere zwei gemeinsamen Wochen in Tansania und wir können mit gutem Gewissen sagen, dass wir es sehr genossen haben, viel gelernt uns gesehen haben und die Schule sich auf viele weitere Jahre mit diesem Schüleraustausch besonderer Art freut.

 

 

 

 

 

 

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