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Anmeldeschluss ist der 24.11.17 (Sekretariat Gymnasium) (Chinesisch-AG: Freitag nachmittag)

Auf dem Schulhof der King’ori Secondary School stellt Schulleiter Mr. Mutungi den 500 Schülern die Gäste aus Gaildorf vor.

Austausch mit Tansania Teil 1: Verständigung mit Händen und Füßen

 

 von John Christen, Rebecca Gschwendtner, Marius Kühl und Madeleine Schneider.. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Gaildorfer Rundschau

 

Eine Schülergruppe des Schenk-von-Limpurg-Gymnasiums hat die King’ori Secondary School in Tansania
besucht. Sie berichtet vom Schulalltag in dem afrikanischen Land.

 

Laut und blechern werden die rund 500 Schüler mit einer ausrangierten Autofelge vor Schulbeginn wortwörtlich zusammengetrommelt, um sich unter der tansanischen Flagge auf dem Schulhof zu morgendlichen Ankündigungen
zu versammeln. Neugierige Blicke und leises Getuschel machen sich breit, als diese Gelegenheit vom Schulleiter Mr. Mutungi und dem Konrektor Mr. Boaz genutzt wird, um die Schüleraustauschgruppe – bestehend aus der  Schulleiterin Angela Rücker, Thomas Höll und den vier Schülern John Christen, Rebecca Gschwendtner, Marius Kühl und Madeleine Schneider vom Schenk-von-Limpurg-Gymnasium Gaildorf – vor der versammelten Schülerschaft vorzustellen und herzlich zu begrüßen. ...

  ...

 

 

Eis schnell gebrochen


Doch die erstaunten Mienen machen schon bald freundlichen Zurufen und Gelächter Platz. Rasch ist die anfängliche Scheu überwunden und die Jugendlichen verständigen sich mit Händen und Füßen über Gott und die Welt.


Zu Fuß zur Schule


Sechs Kilometer ist der Schulweg zum Bildungscenter der Kommune, dem Community Knwodlegde-Center (CKC), lang. Familie Schick aus Gaildorf hat es finanziert. Dort sind auch die Austauschschüler untergebracht, und von dort aus begleiten die tansanischen Schüler ihre Gäste zur Schule. Es ist üblich, dass tansanische Schüler ab der ersten Klasse zur Schule laufen oder das Fahrrad benutzen, auch wenn dies, wie in diesem Fall, eine Stunde oder mehr dauert. Je näher man der Schule kommt, desto mehr Jugendliche gesellen sich dazu und der bunte, tratschende Trupp zieht durch Felder, kleine Siedlungen und Buschland. Die verbreitetste Fortbewegungsart ist, neben dem Motorradfahren, zu Fuß zu gehen. Das ist bei den unebenen, feldwegähnlichen „Straßen“ nur zu verständlich, denn Autofahren grenzt nach eigener Erfahrung an Folter, schreiben die Schüler.

Die King’ori Secondary School ist eine staatliche, weiterführende Schule. Ihr Besuch ist seit wenigen Jahren kostenlos und verpflichtend für alle Kinder. Sie besteht aus mehreren im Viereck angeordneten Häusern mit Klassenzimmern und einem Lehrerzimmer. Den Klassenstufen sind jeweils ein bis drei Klassenzimmer zugeordnet. In jeder Stufe hat die Uniform eine andere Farbe. In der Mitte dieses Vierecks befindet sich der Schulhof mit einem
Podium neben der gehissten Flagge. Die Toiletten seien „sehr dürftig“ und befinden sich wie das Fußball- und Basketballfeld außerhalb. Während des Unterrichts steht die Autorität des Lehrers fast greifbar in der Luft, da
Bestrafungen wie Putzdienst oder auch Prügel durchaus praktiziert werden, berichten die Gaildorfer. Die Schüler antworten auf Fragen im Sprechchor. Die Gäste werden freundlich in den Unterricht aufgenommen.


Kochen über offenem Feuer


Zum Mittagessen finden sich alle Schüler in der schuleigenen Küche ein, wo sie ihr Essen holen. Es wird im großen Topf über offenem Feuer gekocht. Gegessen wird im Freien. So abwechslungsreich die tansanische Kultur scheint, so einfach ist die tägliche Mahlzeit: Es gibt Reis mit Bohnen und Bohnen mit Reis. Ab und zu gibt es auch Bohnen-Reis-Brei. Nach einer langen Mittagspause geht es in den Nachmittagsunterricht, der um kurz vor vier endet. Ein letztes Mal ertönt die Autofelge. Versammelt steht die Schulgemeinschaft U-förmig vor Schulleiter Mutungi. Nach einer Verabschiedung und letzten Ermahnungen brechen die Schüler zum Heimweg auf. Mädchen, deren Familien zu weit entfernt leben, haben die Möglichkeit, in der Nähe der Schule zu nächtigen.


Bei der Schule übernachten

 
Ein Zimmer ähnelt einer kleinen Halle, in der bis zu 36 Mädchen schlafen. Die Jungen schlafen in selbstgebauten, hüttenähnlichen Unterständen, wenige hundert Meter von der Schule entfernt. Sie sind selbst für das Waschen
ihrer Wäsche – Wasser kommt aus dem Brunnen oder großen Tanks – und das Sauberhalten der Wohnheime verantwortlich.

Früh zu Bett


Spätestens wenn die Sonne am Horizont verschwindet, was in Tansania gegen halb sieben geschieht, sollte man sich im Haus befinden. Da es weder eine Straßenbeleuchtung noch eine Straßenverkehrsordnung gibt, sei es
ratsam, nachts Straßen und Wege zu meiden. Außerdem sind Tiere unterwegs, denen man nicht begegnen möchte. Während die Gaildorfer im CKC gemütlich das Abendessen kochen, neigt sich der Tag dem Ende zu. Bei einer
gemütlichen Runde Kartenspiel klingt der Abend aus, und allmählich erlischt Licht für Licht.

 

 

 

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