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Audi Exkursion 2017

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 67 AbiturientInnen vor der Vergabe der Reifezeugnisse

Aufbruch zu neuen Abenteuern

 

 von Rainer Kollmer/Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Gaildorfer Rundschau

 

 

Das Schenk-von-Limpurg-Gymnasium gestaltete am Freitag, dem 7. Juli 2017 eine abwechslungsreiche Abschiedsfeier, bei der die scheidenden Abiturienten auch zahlreiche Preise einheimsen konnten.

Während blueshörige Campingfreunde die Wiesen rund ums Bluesfestgelände zwanglos bevölkerten, ging es gleichzeitig in der nahen Limpurg­halle stilvoll-elegant zu. Die Aushändigung der Abiturzeugnisse und der Abschlussball erforderten bei allen Besuchern die Orientierung an gediegenem Auftreten mit passender Garderobe...

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Die einfallsreiche Tischdekoration konnte durchaus irritieren. Neben goldfarbenen Flaschen mit blumigem Inhalt waren auf den regelmäßig platzierten Transparent-Papierzylindern unter der Überschrift „Abikropolis“ in goldenen Lettern „Die Götter verlassen den Olymp“ zu lesen. Erst die Scheffelpreisträgerin Anna Jauker rückte in ihrer ausgezeichneten Rede nach der Zeugnisübergabe die etwas überheblich wirkende Selbsteinschätzung der selbstbewussten Schulabgänger wieder ins gerechtfertigte Lot.

„Machen Sie was draus“

Wie passen gediegene Abiturfeier und lockeres Bluesfest in der unmittelbaren Nachbarschaft zusammen? Oberstudiendirektorin Angela Rücker fügte in ihrer kompakten Festansprache die beiden scheinbar heterogenen Puzzleteile geschickt zusammen. Wenn Abitur „davongehen“ bedeutet und das Blues-Feeling „gemischte Gefühle“ ausdrückt, dann würde damit die zwiespältige Stimmungslage des gymnasialen Abschieds auch für die Menschen in der Limpurghalle nachvollziehbar. Der Abschied von Vertrautheit, gemeinsamen Themen und Freunden müsse nicht nur von den Abiturienten genommen werden, sondern auch von den Angehörigen und Lehrkräften.

„Machen Sie was draus“ lautete die zweite Botschaft der Schulleiterin. Aus dem individuellen Fingerabdruck von Begabung, Haltung und Kenntnissen, während der Schulzeit ganz allmählich entwickelt, leitete sie die Frage ab, was daraus zukünftig zu machen sei. Sie versuchte zu verdeutlichen, dass die mühsamen Kompromisse zwischen persönlichen Interessen und Setzungen von außen auch nach der Schulzeit noch lange nicht abgeschlossen seien.

Die Aushändigung der Zeugnisse und Preise durch Angela Rücker wurde durch Abteilungsleiter Konrad Epple tatkräftig unterstützt. Von den 67 Abiturienten konnten 19 Schülerinnen und Schüler einen Notendurchschnitt zwischen 1,1 und 1,9 vorweisen. Dazu kamen 16 verschiedene Preise, die an 25 Personen vergeben werden konnten. Das Spektrum der Auszeichnungen reichte von naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Schwerpunkten bis hin zum geisteswissenschaftlich-musischen Bereich.

Die Rede der Scheffelpreisträgerin, Anna Jauker, nahm die dekorierte „Abikropolis“ selbstkritisch ins Visier. Die Dichotomie zwischen dem ewig erfolglosen Steinrücker Sysiphos und der erhabenen Göttlichkeit im Olymp mündete in der Feststellung: „Wir fühlen uns wie Götter, weil der Stein oben bleibt.“ „Aber manchmal waren wir tragische Götter“, relativierte Anna Jauker die scheinbar anmaßend in Anspruch genommene Göttlichkeit. Nach dem Dank an die Schule, Eltern und Familien beschrieb sie die augenblickliche Freude am bevorstehenden „Aufbruch zu neuen Abenteuern“.

Die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Regina Groß sprach den Abiturienten die Glückwünsche der Eltern aus und betonte die umfangreiche Liste der besonderen Preisträger. Theater-Chef Thomas Höss war es ein Anliegen, den scheidenden Theaterleuten zu danken, die die schulischen Bühnenbretter nun verließen. Verabschiedet wurden auch Schülersprecher und SMV-Mitglieder, deren mehrjähriges Engagement besonders hervorgehoben wurde.

Die Programmfolge des ersten Teils, der mit einem Ballabend fortgesetzt wurde, erhielt durch zwei markante Trompetenduette von Jojada und Michael Lippert einen beinahe weihevollen musikalischen Rahmen. Mit der zauberhaften Cantique de Jean Ra­cine von Fauré hatte Vincent Eissing-Boyny, der auch am Klavier begleitete, einen von sieben Schülerinnen interpretierten Chorsatz ausgewählt, der wegen seiner Eindringlichkeit und klanglichen Schönheit viel Beifall fand.

 

 

 

 

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