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Tansania 2017

Anmeldung

 Melonie und Johanna vor der Skyline von Cincinnati

Kulinarische Streifzüge durch Ohio

 

 von Johanna Vogel (10b)

 

Ohio State Buckeyes

 

1 ½ cups Erdnussbutter                                              

½ cup Butter

1 teaspoon Vanille-extrakt

1 lb Puderzucker

1 ½ cups Zartbitterschokolade

 

Die oberen vier Zutaten in einer Schüssel verrühren und die daraus erhaltene Masse zu pralinengroßen Kugeln formen. Diese dann in den Kühlschrank stellen und die Schokolade im Wasserbad erhitzen. Die Kugeln nun wieder aus dem Kühlschrank nehmen, mit einem Zahnstocher aufspießen und so in die Schokolade tauchen, dass nicht die ganze Kugel überzogen ist und das Ergebnis einer Kastanie ähnelt. Im Kühlschrank abkühlen lassen und die Süßigkeit des Kastanienstaates Ohio genießen.

 

Diese und andere schöne Dinge habe ich von meiner Reise in die USA mitgenommen. Dabei stellte nicht nur die Umstellung auf andere Maßeinheiten eine Herausforderung dar, sondern auch die Umgewöhnung an eine völlig andere Mentalität...

  ...

 

Angeboten wurde der Austausch von der Organisation „Friendship Connection“, die amerikanische und deutsche Schüler möglichst passend einander zuordnete. Für mich würde die Reise nach Fairfield in Ohio gehen. Am Montag, dem 27.03.2017 traf ich mich 3 Stunden vor Abflug mit einer Gruppe anderer Austauschschüler am Frankfurter Flughafen. Schon allein die Reise war abenteuerlich, da ein Sturm im Norden der USA beinahe den Flugverkehr lahmlegte.

Reichlich verspätet, aber voll freudiger Erwartung konnte ich endlich meine Gastfamilie begrüßen. Einleben sollte ich mich schnell. Die Familie nahm mich sofort auf wie eine Tochter, meine Gastschwester überließ mir sogar ihr Zimmer, während sie in das ihrer Schwester zog, die gerade an der Universität studierte und somit nicht daheim wohnte.

Auch der Jetlag bereitete mir keine Probleme, dennoch war kam es mir ganz gelegen, dass am Tag nach meiner Ankunft noch Ferien waren. Am darauffolgenden Tag aber sollte der Unterricht wieder stattfinden. Da man in Ohio bereits mit 16 Jahren seinen Führerschein bekommt, fuhren meine Gastschwester und ich mit dem Auto zur Schule, was an der Fairfield Senior High School nichts Ungewöhnliches war.

Ungewöhnlich aber für mich war der amerikanische Schulalltag.

Vor Beginn der ersten Unterrichtsstunde stehen alle Schüler auf, legen die Hand aufs Herz und schauen die amerikanische Flagge an, während die Nationalhymne abgespielt wird. Nach jeder Stunde gibt es eine 5 Minutenpause, damit die Schüler Zeit haben, das Klassenzimmer zu wechseln, denn in den USA gibt es keine festen Klassenverbände, jeder hat seinen individuellen Stundenplan und die Lehrer, nicht wie bei uns die Schüler, haben ihre eigenen Räume, wo sie ihre Kurse unterrichten, die zum Teil sogar aus verschiedenen Klassenstufen zusammengesetzt sind. Und jeden Tag haben sie den gleichen Stundenplan, was mir nicht ganz unrecht war, da ich ohnehin schon Probleme hatte, mich in diesem riesigen Gebäude zurecht zu finden, das täglich von 2400 Schülern besucht wird. Es gibt dort sogar drei verschiedene Mittagszeiten um eine Überfüllung der Cafeteria zu vermeiden.

Nach der Schule gilt es dann sich an die Hausaufgaben zu setzten, die man besser erledigen sollte zumal einige Lehrer diese einsammeln und bewerten. Diese und andere Noten kann jeder Schüler dann über einen persönlichen Zugang auf der Schulwebseite abrufen.

Und schließlich bleibt noch etwas Freizeit, die wir größten Teils damit verbrachten, mit der Leichtathletik-Schulmannschaft für anstehende Wettbewerbe gegen andere Schulen zu trainieren, denn in den USA gibt es keine Vereinsstrukturen, wie wir sie kennen. Die Schulen und Universitäten stellen Mannschaften für verschiedene Sportarten, denen sich engagierte Jugendliche anschließen können.

Obwohl der Schulalltag recht eintönig erscheinen mag, brachte jeder Tag ein neues Erlebnis mit sich, vor allem aber die Wochenenden, an denen mir meine Gastfamilie die Umgebung zeigte. Ein ganz besonderer Höhepunkt stellte das Baseballspiel dar, auf das sie mich mitnahm. Auch wenn ich anfangs nur sehr wenig von den Regeln verstand, ließ ich mich doch schnell von der Begeisterung der anderen Zuschauer mitreißen.

Ebenso beeindrucken wie das Baseballspiel war das Osterfest. Meine Gastmutter hatte auch mir ein Osternest voller Süßigkeiten und anderer Andenken zusammengestellt. Nachmittags kam dann die Verwandtschaft, die teilweise extra aus Texas und Florida angereist war, um Ostern gemeinsam zu verbringen. Und wieder einmal ließ ich mich von der herzlichen, offenen Art der Amerikaner verzaubern, die uns Deutschen ja leider eher fremd ist. Obwohl es in dem zwar kleinen Haus kaum genug Platz für all die Gäste gab, sodass wir im Garten weiterfeierten, nachdem wir über die köstlichen Kuchen hergefallen waren, herrschte ausgesprochen fröhliche Stimmung.

Auch das Heimweh, das ich beim Gedanken an das Osterfest daheim in Deutschland verspürt hatte, war längst vergessen. Umso schwerer fiel mir dann eine Woche später der Abschied von meinen amerikanischen Freunden und vor allem von meiner Gastfamilie. So viele schöne Dinge hatten sie mir auf den Weg gegeben. Auch auf ein weiteres Rezept bin ich gestoßen.

Vier Wochen voller Glück

1 Bewerbung bei „Friendship Connection“

1 Priese Mut

Reichlich Interesse

1 Portion Offenheit

Englisch (nach Belieben)

Etwas von der Priese Mut nehmen und die Bewerbung bei „Friendship Connection“ einreichen, den Rest für die Reise aufbewahren. Einmal in Amerika angekommen reichlich Interesse dazugeben und mit der Portion Offenheit vermengen. Nach Belieben mit Englisch verfeinern und mit amerikanischer Lebensfreude in vollen Zügen genießen.

 

 

 

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